V-Ausschnitt anderer Art

Diesen Ausschnitt habe ich beim Durchblättern in einem Modejournal gesehen und ihn nachgearbeitet. Es ist gar nicht so schlimm:

Die Gesamtmaschenanzahl des Ausschnittes waren 44 Maschen. Der Pullover wird bis zum Erreichen des errechneten  Aussschnittes gestrickt (hier war die Tiefe 12 cm). Die mittleren 20 Maschen sollen den Steg bilden.

Die ersten drei Abnahmen werden hier gleich mit eingearbeitet: Die 11. Masche auf die 12. Masche heben und sämtliche links bzw. rechts davon sich befindlichen Maschen nach innen nachhängen (ist etwas mühsam, lohnt aber den Aufwand). 4 Reihen drüberstricken, dann wieder 11. Masche auf die 12. Masche, nach innen hängen, insgesamt also 3 x.

Der mittlere Teil wird mit Kontrastwolle abgeworfen.

Beide Seiten werden getrennt fertiggestellt. Vorher wird aus dem Klang der zuletzt abgenommen Masche eine Masche zugenommen und zwar deshalb, weil die zweite Masche (vom Ausschnitt aus) fallengelassen wird und als Patentmasche wieder hochgehäkelt wird.

Hiermit wird erreicht, dass sich die Kante nicht nach innen rollt. Nachdem beide Seiten fertiggestrickt sind, wird der Steg gestrickt. Hierzu die Arbeit wenden und 8 Reihen unter der Kontrastwolle (es ist die Reihe mit den ersten Abnahmen) in die Nadeln hängen, 2 Reihen stricken.

Hier kann, muss man aber nicht, je einen Klang des herabhängenden Steges in die äußersten Maschen hängen (man kann am Schluss auch mit einem Faden die Öffnung schließen, erspart sich mit dieser Methode jedoch diese Arbeit). Insgesamt dann 8 Reihen stricken. Der Steg wird jetzt auseinandergehängt, d.h. zwischen jeder belegten Nadel soll eine unbelegte Nadel sein (je nach Material kann es etwas spannen).

Auf die unbelegten Nadeln jetzt die Maschen vom vorderen Steg hängen, Kontrast abtrennen und die Maschen über das Maschengitter abketten.